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Ramses – der Sohn des Lichts

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Wenn ein Fachmann Romane schreibt, kann das trocken werden und nach hinten losgehen. Anders ist das bei Christian Jacq. Der Mann ist Ägyptologe und begnadeter Schreiber. Der erste Teil seiner Bücher-Reihe über Ramses II hat mich für das Lesen restlos begeistert – und für ein Studium der Geschichte. Ich liebe historische Romane und die fünf Bände über das Leben von Ramses II fesseln mich nach wie vor.

Inhalt: Spannend und detailreich geschrieben, gibt der französische Auto nicht nur einen kleinen Einblick in das Leben im Alten Ägypten. Er erzählt mitreißend, wie Ramses II von seinem Vater, dem großen Pharao Sethos, angeleitet wird und lernt. Ramses ist jung, leidenschaftlich und ein spannender Charakter, der eine immense Wandlung vollzieht vom heißblütigen Jungspund zum bescheidenen und intelligenten Regenten. Ganz nebenbei erfährt der Leser, wie das Ägypten zur Zeit Ramses des Großen aussah, wer die Feinde waren und wer Freunde, welchem Glauben die Ägypter anhingen und wie sie Isis, Osiris, Seth, Horus, Hathor und vielen anderen Göttern huldigten und ihr Leben am Leben der Götter – und natürlich am Wasserstand des Nils – ausrichteten.

Meine Meinung: Christian Jacq erzählt lebensecht vom Leben der Ägypter, von bedeutenden Schlachten und kleinen Scharmützeln und berühmten Bauwerken in ihrer Entstehung. Er lässt Ägypten, dieses geheimnisvolle Land, in all seinem Glanz auferstehen. Aber natürlich ist es ein Roman. Neben den vielen historischen Tatsachen gibt es auch viele Erzählstränge, die das Buch bereichern und zu einer Geschichte machen – aber historischer Grundlage entbehren. Moses spielt in dem Buch genauso eine tragende Rolle, wie die schöne Helena von Troja und ihr Gemahl Menelaos.

Christian Jacq „Ramses – Der Sohn des Lichts“, Rowohlt 1999, 445 Seiten, 9,99 Euro.

Weitere Teile:

2. Der Tempel der Ewigkeit
3. Die Schlacht von Kadesch
4. Der Tempel von Abu Simbel
5. Im Schatten der Akazie