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Endgame. Die Auserwählten – ein langer Kampf rund um die Welt

Der Kampf um das Überleben nur eines einzigen von zwölf Geschlechtern geht weiter. James Frey lässt im zweiten Teil seiner Endgame-Trilogie wieder grausam morden, kämpfen, lieben und jagen. Aber irgendwie wünschte ich mir langsam, dass diese Jagd ihrem Ende zuginge – auch wenn das Buch, die Story, die Idee nicht schlecht sind. Dabei fehlt noch ein Band zum Ende.

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Zum Inhalt: Zwölf Auserwählte sind zu Endgame angetreten. Drei haben den ersten Band nicht überlebt. Das Spiel um Leben und Tod ist damit noch lange nicht zu Ende. Sara hat eine schmerzhafte Entscheidung getroffen, den Erdschlüssel bekommen und damit die Katastrophe – das Endgame – erst ausgelöst. Nun sucht sie mit Jago nach dem Himmelsschlüssel. Aber auch die anderen Spieler sind hinter ihr und den Schlüsseln her – und zu allem Überfluss verlangt Jagos Familie, dass er Sara tötet. An Liu nutzt die Technik und das Internet, um den Spielern das Leben schwer zu machen. Und Baitsakhan will einfach nur Töten.

Meine Meinung: Viele Aspekte, viele Charaktere, viele Grausamkeiten und viel Action. Leider aber auch manchmal zu viel Inhalt, zu viel Story. Die Idee rund um den Kampf ums Überleben mit der gesamten Erde als Spielfeld und Außerirdischen als Spielemachern mag ich sehr. Ich mag auch einige Spieler sehr – bei manchen ist es wirklich traurig, wenn sie sterben. Aber das Buch fesselt mich nicht zu 100 Prozent. Mehr so zu 75 Prozent. Wenn ich lese, dann lese ich gerne. Aber wenn ich es aus der Hand lege, dann fühle ich mich nicht gezwungen, sofort weiterlesen zu wollen, weil ich unbedingt das Ende kennen muss. Schließlich kommt ja noch ein dritter Teil. Und ich hoffe, dass der mehr Überraschungen und Wendungen bietet. Denn der zweite Teil zieht für mich die gesamte Story im Moment doch etwas zu sehr in die Länge – auch wenn er durchaus seine Höhepunkte hat. Aber manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass man die durchaus spannende Story auch in einem oder zwei Teilen erzählen könnte.
Interessant und ein echt abwechslungsreiches Leseerlebnis bieten allerdings wieder die Krypto-Rätsel, die über das gesamte Buch verteilt sind. Sie sind nicht wichig für die Story, können überlesen werden. Aber wer Spaß an kniffeligen Rätseln hat und nebenbei wertvolle Preise gewinnen möchte, der ist hier gut aufgehoben.

von James Frey,
erschienen bei Oetinger

1. Endgame – Die Auserwählten: Band 1

2. Endgame – Die Hoffnung: Band 2

3. Endgame – Die Entscheidung: Band 3

 

Endgame – Die Welt als gigantischer, mörderischer Spielplatz

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Eine grandiose Idee, modern umgesetzt: James Frey hat mit Endgame eine weltweite Schnitzeljagd ins Leben gerufen – nicht nur im Buch, sondern auch im Netz und in der Realität. Endgame – Die Auserwählten ist der spannende Auftakt zu einem ungewöhnlichen Buch-(virtuelle)-Realität-Projekt. Und es ist auf beiden Ebenen spannend: Wer es nur lesen will, kommt voll auf seine Kosten. Wer aber gerne tüftelt und komplizierte Rätsel knackt (und dabei noch einen Schatz finden will) ist bei Endgame genau richtig.

Aber worum gehts eigentlich?

  1. Die Welt ist überbevölkert.
  2. Menschen sollen sterben – aber welche?
  3. 12 Vertreter uralter Stämme werden seit Jahrtausenden Generation für Generation ausgebildet zu Spielern.
  4. Die Spieler sind intelligent, kampferprobt, mörderisch und bereit für das Endgame.
  5. Nur wer überlebt und das Rätsel der Außerirdischen knackt, kann sich und alle Mitglieder seines Volksstammes vor dem Tod retten.
  6. Alle anderen müssen sterben.

Soweit zum Buch. Aber worum gehts noch?

  1. Es gibt jede Menge Geld zu gewinnen.
  2. Es gibt Rätsel zu lösen – überall im Buch verstecken sich Krypto-Rätsel.
  3. Wer das Rätsel im jeweiligen Buch der Trilogie als Erster löst, bekommt 500.000 Dollar.
  4. Beim ersten Buch haben auch 9 Deutsche das Rätsel gelöst – leider zu spät.

James Frey hatte nicht nur eine geniale Idee, sondern diese auch gut umgesetzt.
Kapitel für Kapitel stellt er seine 12 Hauptcharaktere vor: Ganz normale Jugendliche, wie es scheint. Und ja: Das zeigt direkt, dass die Erzählperspektive nicht einseitig ist, sondern in jedem Kapitel der Fokus auf einem anderen Spieler liegt. Ich mag diese Erzählweise sehr gerne – sie eröffnet verschiedene Blickwinkel, stellt zahlreiche Charaktere und Handlungsstränge an unterschiedlichen Orten der Welt vor (Genau wie es bei Wild Cards oder Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin stilistisch gelöst ist). Richtig los geht es nach der Vorstellungsrunde allerdings erst nach rund 100 Seiten.

Die Charaktere: Sarah Alopay hält gerade die Abschlussrede vor ihren MItschülern in Omaha, als ein riesiger Komet abstürzt, viele Menschen tötet und noch mehr in Panik versetzt. Sarah wollte keine Spielerin sein, wollte nicht spielen – und ausgerechnet zu ihrer Zeit beginnt das große ereignis, auf das ihre Familie sich seit Hunderten von Jahren vorbereitet hat.

Jago Tlaloc gehört einem mächtigen Familienclan in Peru an. Er ist gnadenlos, für den Kampf trainiert. Und verbündet sich schließlich mit Sarah.

Es gibt den Hacker An Liu aus China. Mit seinen Tricks macht er es den Mitspielern ganz schön schwer – von seinem Computer aus.

Chiyoko ist eine Meisterin der japanischen Kampfkunst – und stumm. Aisling Koop ist eine ausgezeichnete Scharfschützin, Alice Ulapala aus Australien trifft zielgenau mit dem Bumerang.

Meine Meinung: Zwölf unterschiedliche Menschen, junge Kampfmaschinen, Rätselknacker, lässt Frey in seinem Spiel auf Leben und Tod aufeinander los. Was sich zunächst anhört wie eine Idee, die bei Tribute von Panem ausgeliehen ist, entpuppt sich aber als gnadenlose Schnitzeljagd, weitreichender als die Arena in Panem – und brutaler.
Die Spieler haben Tiefe, sind detailreich gezeichnete Charaktere – manche natürlich mehr als andere, aber es überleben auch nicht alle. Und manchmal stirbt jemand, dem Frey zuvor viel Raum und Tiefe gegeben hat. Völlig unerwartet – ein bisschen herzlos und plötzlich, wie bei George R.R. Martin in seinem Lied von Eis und Feuer.

Endgame ist flüssig zu lesen. Allerdings sollte man bei brutalen Morden und Blut nicht schwach werden. Die Gewalt könnte gerne etwas weniger ausgeprägt sein. Dennoch finde ich das Konzept des Buches (das um Serie und Film erweitert werden soll) sehr gut, ebenso wie die Story – eben eine packende Schnitzeljagd rund um den Globus mit ein bisschen James Bond und Lara Croft, ein bisschen Liebesgeschichte (aber nur ein ganz kleines bisschen) und ein paar kleinen Logikfehlern, die mich beim Lesen aber nichtso extrem gestört haben, dass das ganze Buch dadurch unlogisch würde.

Einen super Hingucker fand ich übrigens das goldene Cover. Es fällt sofort ins Auge. Da ich mir unbekannte Bücher ohnehin nur in die Hand nehme, wenn mir das Cover gefällt, hatte Endgame mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich freue mich also sehr auf Band 2 Endgame – Die Hoffnung, das am 19. Oktober erscheint.