Takeover – Adler Olsen vor seiner Glanzzeit

Nein – es ist kein neues Buch von Jussi Adler Olsen. Es ist nur neu auf dem deutschen Markt. Geschrieben hat der Erfolgsautor es vor 20 Jahren. Und warum er mit „Takeover“ eben kein Erfolgsautor wurde, wird schnell klar. Das Buch hat eine ganz interessante Handlung und gute Ansätze, wirkt aber manchmal sehr konstruiert und überzogen. Die Charaktere bleiben flach und farblos.

Zum Inhalt: Es geht um Terror. Es geht um den irakischen Geheimdienst. Es geht um den niederländischen Geschäftsmann Peter de Boer, der sein Geld damit verdient, im Auftrag von Kunden deren Konkurrenzfirmen zu vernichten. Und es geht um die Halbindonesierin Nicky Landsaat, die sich von ihrer Vergangenheit befreien will.

Nicky Landsaat wird Praktikantin in Peter de Boers Firma. Und Peter de Boer wird vom irakischen Geheimdienst erpresst: Er soll einen internationalen Öl-Konzern zerschlagen. Mit Hilfe von Nicky Landsaat macht er sich an die gefährliche Aufgabe -versucht aber zu gleich, seinen Erpressern ein Schnippchen zu schlagen. Es geht um Terror, um Finanzkrisen und den Nahost-Konflikt.

Meine Meinung: Kaum zu glauben, dass die höchst spannenden Geschichten um den Ermittler Carl Mork vom Sonderdezernat Q aus der gleichen Feder stammen sollen, wie Takeover. Kein Vergleich zu der internationalen Bestseller-Reihe. Takeover ist ein ganz passabler Krimi, spiel aber in einer ganz anderen Liga – Kreisliga B vielleicht, während Carl Mork eindeutig Bundesliga-Niveau hat.
Die Handlung hat viele unlogische Verläufe, einige Brüche und zahlreiche seltsame Begebenheiten und Zufälle. Sie steckt voller Klischees und flacher Charaktere – und hat eine Protagonistin, die an alte Prophezeiungen glaubt und danach handelt. Kurzum: Einiges ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, die Liebesgeschichte ist absolut seltsam und die Protagonisten sowieso.
Die Idee eines Konzerns, den man beauftragen kann, um andere Konzerne zu zerschlagen, finde ich hingegen sehr spannend. Eine völlig andere Story rund um diese Firma und einen glaubwürdigen Peter de Boer hätte ich sicher unterhaltsamer gefunden.

takeover

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