Archiv | Januar 2015

Selection – der Bachelor sucht seine Prinzessin als Fantasy-Serie

Die Story erinnert sehr an das TV-Format „der Bachelor“ – ist damit aber nicht vergleichbar. Selection ist romantisch, unterhaltsam und kurzweilig geschrieben und macht neugierig auf mehr Geschichten aus Illea.

Inhalt: Die junge America ist die Hauptperson in diesem Roman mit dystopischen Elementen. America lebt im Staat Illea, einem neuen Land auf dem Boden von Amerika. Die Sängerin gehört der fünften von acht Kasten an. Die Kasten von vier bis acht leiden oft unter Hunger. So auch America, ihre Familie und ihr heimlicher Freund Aspen. Die Liebe zu ihm muss heimlich bleiben – denn Aspen gehört der sechsten Kaste an. Aus Liebe macht er daher Schluss mit America, denn er will sie nicht in seine Kaste herabziehen.

Gerade in dieser Zeit sucht der Prinz des Landes eine Braut. Die muss traditionell unter den Töchtern Illeas erwählt werden. Dazu wählen die Berater der Königsfamilie 35 junge Frauen aus allen Kasten des Landes aus. Die dürfen im Schloss Leben und bei Einzeldates den Prinzen Maxon beschnuppern. Unter vielen Frauen entbrennt ein Kampf – die meisten wollen die Krone, manche wollen tatsächlich den charmanten Prinzen.
Nur America nicht.
Wie es sich für einen unterhaltsamen Roman gehört, trifft sie ihn zufällig in der Nacht im Garten und schreit ihn an. Sie hält ihn für oberflächlich und arrogant, freundet sich aber schnell mit dem ruhigen und freundlichen Mann an – macht ihm aber klar, dass sie nie Gefühle für ihn haben wird.
Aber wie soll es anders sein? Er verliebt sich in America und gewinnt ihr Herz langsam mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten. Genau dann wird Aspen vom Militär eingezogen und zur Wache im Schloss ernannt. Eine turbulente Dreiecksbeziehung nimmt ihren Lauf und verspricht einen abwechslungsreichen und lesenswerten zweiten Teil der Jugendbuch-Trilogie.

Meine Meinung: Kiera Cass schreibt erfrischend, unterhaltsam und mit vielen lustigen Elementen. Die Story im ersten Teil ist vorhersehbar. Wie sie in den beiden weiteren Bänden weitergeht, kann ich aber nicht beurteilen – sondern nur warten und mich überraschen lassen.
America ist eine selbstlose und liebenswerte Figur, mit der man als Leserin schnell mitfiebert und ihre Gefühlswelt vor ihr selbst ergründen kann. Die Verzweiflung und der falsche Stolz von Aspen werden greifbar und der charmante Prinz ist mit seiner zurückhaltenden Art das genaue Gegenteil.

Zu Selection gibt es die Fortsetungen The Elite und The One, sowie Selection Storys – Liebe oder Pflicht. Das Buch erzählt die Geschichte aus Sicht von Aspen und Prinz Maxon. Weitere Teile über das Casting, bei dem Maxons Eltern sich kennenlernten, sollen folgen und machen Lust darauf, tiefer in die Welt von Illea einzutauchen, denn es deuten sich Konflikte an – und vielleicht auch Änderungen im Kastensystem.

2. Selection – Die Elite
3. Selection – Der Erwählte
4. Selection – Die Kronprinzessin

Weitere Novellen um andere Figuren aus der Serie erscheinen noch auf deutsch.

Elektronische Bücher gegen echtes Papierwerk

So. Da ist er. Ganz plötzlich und unscheinbar. Und das obwohl ich mich jahrelang dagegen gewehrt habe. Ich bin Besitzerin eines E-Book-Readers. Dabei wollte ich genau das nie. Mein Freund wollte mir einmal einen zu Weihnachten schenken. „Bloß nicht!“, war meine undankbare Antwort, „Mit sowas werde ich mich nie anfreunden. Ich muss ein Buch in der Hand haben!“ Jetzt habe ich trotzdem einen. Selbst gekauft. Denn ein immer voller werdendes Bücherregal, die nicht mitwachsende Wohnung und nicht zuletzt ein Strandurlaub, bei dem mir doch tatsächlich der Lesestoff ausgegangen ist, haben mich überzeugt, es doch wenigstens mal zu testen.

Tja, da ist er. Ich werde das kleine schwarze Teil nie so lieben, wie ich jedes einzelne meiner Bücher liebe. Zu jedem kann ich eine Geschichte erzählen, weiß wo und warum ich es gekauft habe, welche Lesefreude es mir bereitet hat. Trotzdem werden mein E-Book-Reader und ich Freunde, denke ich.

Also – Zack – in Sekundenschnelle das erste Buch runtergeladen. Einfach und unkompliziert. Gut, das stöbern im Buchladen fehlt schon irgendwie. Aber darauf werde ich künftig nicht verzichten. Meine Lieblinge, tolle Ausgaben und super Autoren gibt’s weiter in gedruckter Form. Aber für unterwegs – in meinem Beruf als Journalistin bin ich das oft – ist der Reader in der Handtasche einfach leichter. Denn neben Kameraausrüstung und Schreibwerkzeuge brauche ich nicht noch mehr Gewicht.

Klar. Das Gefühl, der Geruch, das Geräusch beim Blättern fehlen irgendwie. Die gehören für mich einfach zum Leseerlebnis. Aber den ein oder anderen Krimi oder leichte Lektüre werde ich künftig auf dem Reader lesen. Und Klassiker: Romeo und Julia, Winnetou und Andersens Märchen gibt es nämlich völlig kostenlos.
Und durch das System der E-Books können auch bislang unbekannte Autoren veröffentlichen. Die werden bei 0,99 Cent pro Buch nicht reich. Aber ich werde auch nicht arm, wenn ich sie teste. Und das werde ich jetzt auch mal tun. 🙂

Für mich ist der Reader eine sinnvolle Ergänzung, die zu meinem Alltag und der Größe meiner Wohnung und meiner Koffer passt. Ersetzen wird er richtiges Papierwerk für mich aber nicht.

Wer auch Interesse an einem E-Reader hat: Ich empfehle eine Variante mit Display-Beleuchtung. Das ist vor allen Dingen abends und am sonnigen Strand sehr praktisch.
Meinen Kindle Paperwhite eReader findet ihr hier.